Briefwechsel


Brief der Missionszentrale vom 7.10.2004

An Herrn Bruder in Chistus Jesus
Regionalverantwortlicher
Theodor Rath
Ammanstr. 7
90459 Nürnberg
                                     Paderborn, den 7.10.2004

Betr.: Unser Gespräch vom 4.10.2004
Sehr geehrter Herr Bruder Theodor Rath!

Mit großer Freude wollen wir Sie nicht in Unkenntnis lassen,
als unsere ganz Kleinen Brüder Jesu erfahren durften,
daß wir uns nun die ganz Kleinen Brüder Jesu nennen dürfen.

Wir möchten Ihnen deshalb ganz herzlichst Danken.

Durch große Kraftanstrengung im Finanziellen Bereich, ist es uns auch gelungen,
dieses Kleine Haus in der Andreasstraße 19 ganz zu Mieten.
Sie können sich vorstellen, welche Freude es unseren ganz Kleinen Brüdern Jesu ist,
extra ein Gästezimmer im Haus einzurichten,
um Sie bald als unseren Bruder daheim begrüßen zu dürfen.
Möge unser Herr Jesus Christus unsere Gemeinsamkeiten segnen,
zum Segen für uns und seine Heilige Kirche.
Mit diesem Suscipeat hoffen wir auf eine gute Zusammenerbeit,
ohne das wir einander Vereinnehmen oder Bedrängen,
wie unser Bruder Charles de Foucauld
uns allen Kindern dieses Landes:
Christen und Muselmanen, Juden und Götzendiener -
uns wollte lehren, in ihm ihren Bruder zu sehen, den Bruder Aller.
So grüßen wir Sie auch von Herrn Professor Klaus Hollmann,
der unser Geistlicher Begleiter ist. Ihnen Bekannt durch das Leokonvikt.

In Brüderlicher Verbundenheit
             Grüßen wir Sie ganz Herzlichst.
(gez. 4 Unterschriften)

Brief des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn vom 7.10.2004

Einschreiben mit Rückschein
Herrn Hubertus Groppe
Andreasstr. 19

33098 Paderborn
				AZ: 11/10134-61-4/87
Paderborn, 7.10.2004

Sehr geehrter Herr Groppe,

die Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu e.V. in Nürnberg hatte sich durch ihren
Regionalverantwortlichen Bruder Theodor Rath an uns gewandt und eine missbräuchliche
und irreführende Verwendung des Namens "Kleine Brüder Jesu" durch Sie beklagt. Am
04. Oktober 2004 ist mit Ihnen in dieser Angelegenheit im Erzbischöflichen Generalvika-
riat ein Gespräch geführt worden, an dem von Seiten unseres Hauses Herr Marcus Gretzka,
Leiter des Rechtsamtes, und Herr Dr. Michael Werneke, Leiter des Sekretariates Kirchen-
recht, teilgenommen.

Es wurde einvernehmlich festgelegt, dass Sie der Verwendung des Namens der kleinen
Brüder Jesu ab sofort in allen Fällen die Ergänzung "ganz" hinzufügen. Die Ordensge-
meinschaft der Kleinen Brüder Jesu hat diesem Kompromiss ausdrücklich zugestimmt.
Als Ihr zuständiger Ortsordinarius erlege ich Ihnen daher ab sofort auf, den Namen der
kleinen Brüder Jesu nur in Verbindung mit dem Zusatz "ganz" zu verwenden. Ich tue dies
in der Hoffnung, dass damit für die Zukunft eine Verwechslung mit der kirchlich anerkann-
ten Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu ausgeschlossen ist und somit jeder
Missbrauch und jede Irreführung vermieden werden können. Die Ordensgemeinschaft der
Kleinen Brüder Jesu legt mit Recht Wert darauf, nicht mit Inhalten in Verbindung gebracht
zu werden, die sie nicht teilen und die sie sich nicht zu eigen machen kann. Auch Dritten
gegenüber ist eine eindeutige Unterscheidung unumgänglich.

Nach can. 223 CIC ist jeder Gläubige verpflichtet, bei der Ausübung seiner Rechte sowohl
als Einzelner wie auch in Vereinigungen auf das Gemeinwohl der Kirche, die Rechte Anderer
und die eigenen Pflichten gegenüber Anderen Rücksicht zu nehmen. Der kirchlichen
Autorität steht es zu, im Hinblick auf das Gemeinwohl die Ausübung der Rechte
durch die Gläubigen zu regeln.

Ich hege daher die Erwartung, dass Sie die Ihnen in diesem Schreiben als Ergebnis
unseres gemeinsamen Kompromisses auferlegten Weisungen (vgl. can. 49 CIC) beachten
und in Ihren Aktivitäten wie Ihrem öffentlichen Auftreten (einschließlich Ihres
Internetauftritts) diesen Folge leisten werden und dass somit künftige Ärgernisse
oder Irritationen vermieden werden können.
Die Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder e.V. in Nürnberg erhält vereinbarungs-
gemäß eine Abschrift dieses Schreibens zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
 (gez. Grothe)
Generalvikar

Brief der Missionszentrale vom 12.10.2004

Eine Kopie dieses Schreibens ging zur Kenntnis auch an die Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu.

An Herrn Generalvikar
Manfred Grothe.
Michaelstraße 1.

33098 Paderborn.
                                   Paderborn, den 12.10.2004

Betr.: Ihr Schreiben vom 7.10.2004
	             AZ: 11/10134-61-4/87
Se.Exellenz Herr Generalvikar Manfred Grothe!
Heute erhielten wir von Ihnen den oben genannten Brief,
den wir als eine ungerechtfertigte Zurechtweisung empfinden.
Wir sind eine im Vergleich stehende Vereinigung,
die ihre Ziele und Motivation durch den Glauben an die Kraft Gottes,
ihren Missionsauftrag durch das Sakrament der Firmung ernst nimmt.
In diesem Dienst Christi soll man uns betrachten.
Eine Mißbräuchliche oder Irreführende Verwendung des Titels,
den uns allen durch die Autorität,
unseres Herrn und Meisters Jesus Christus angeraten ist,
haben wir nicht gestohlen oder zum Nachteil,
unseres verehrten Bruders und Heiligen Charles de Foucauld entehrt.
Er war es doch der uns Römisch Katholische Christen lehrte,
uns als Brüder wieder zu dienen, uns allen Kindern dieses Landes:
Christen und Muselmanen, Juden und Götzendiener -
in ihm ihren Bruder zu sehen, den Bruder Aller.
Wo sind nun Ziele vorhanden die unsere Aktivität, von den eigentlichen
Grundsätzen der Kleinen Brüder aus Nürnberg verwechseln?
Ist nicht vielmer Neid und Ehrgeiz,
wie der Apostel Paulus darstellt die Ursache?
Bei uns wird keiner zurückgewiesen,
weil er Behindert oder zu Alt oder irgendwie was ist.
Bei uns zählt das Wunder der Neuschöpfung durch die Wiedergeburt
aus Wasser und Geist. (Vgl.Joh.3,5)
In diesem Sinne wollen wir Verwalter von Geheimnissen sein.
Selbstverständlich zollen wir unseren zuständigen Ortsordinarius,
den gebührenden Gehorsam,
wie es sich für einen Römisch Katholischen Christen gehört.
Wenn aber unsere Arbeit nur torpediert werden soll,
aus Ideen oder Kreativitätsmangel anderer Institutionen oder Mitbewerber,
so ist unsere Haltung ganz klar, durch den Gehorsam,
an unseren Herrn und Meister Jesus Christus gebunden. (Vgl.Apg. 4,19)
Unsere Verpflichtung nach can.223 CIC werden wir selbstverständlich
zum Gemeinwohl der Kirche nachkommen, zum Segen für uns + der Kirche.
Ihre Erwartung nach can. 49 CIC ist im vollem Umfang bereits geschehen.
Wir aber erwarten auch von unserem Ortsordinarius Generalvikar M.Grothe,
das er unsere Rechte gegenüber Kräften verteidigt,
die unsere Gute Sache verhindern oder Miesmachen ja sogar entehren wollen.
Möge Gott durch seinen Sohn unseren Herrn und Meister Jesus Christus
uns eine Bereicherung schenken,	zum Lob und Ruhme seines Namens,
zum Segen für uns und seine ganze Heilige Kirche.
In diesem Sinne Hoffen wir auf eine Gute Zusammenarbeit.

In Brüderlicher Verbundenheit
Grüßen wir Sie ganz Herzlichst.

Brief des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn vom 20.10.2004

Herrn Hubertus Groppe
Andreasstr. 19

33098 Paderborn
Paderborn, 20.10.2004


Sehr geehrter Herr Groppe,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 12.10.2004, in dem Sie uns nochmals schriftlich
Ihr Einverständnis bestätigen, der Verwendung des Namens der kleinen Brüder Jesu ab
sofort in allen Fällen die Ergänzung "ganz" hinzuzufügen.

Der Vollständigkeit halber bitten wir Sie noch, uns einen Nachweis über die entspre-
chende Ergänzung des Vereinsnamens im Vereinsregister des Amtsgerichts Paderborn zu
übersenden.

Auch halten wir es für notwendig, dass Sie der Namensführung Ihrer Gemeinschaft auf
allen Schriftstücken den Zusatz "e.V." beifügen. Dies entspricht der im Rechtsverkehr
üblichen Praxis.

Die Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu e.V. in Nürnberg erhält eine Abschrift
dieses Schreibens zur Kenntnis.

In Erwartung Ihrer Rückmeldung verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
(gez.)
Dr. Werneke

Mattäus, Kapitel 26

  1. Jesus aber schwieg. Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?
  2. Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.

Brief der Missionszentrale vom 25.10.2004

An Herrn Generalvikakar
Manfred Grothe
Michaelstraße 1

33098 Paderborn

                               Paderborn, 25.10.2004
Betr.: Ihr Schreiben vom 20.10.2004
       AZ: 11/10134-61-4/87


Bezüglich des oben genannten Briefes, sind wir in allem nachgekommen
und nennen uns wie vereinbart die ganz Kleinen Brüder Jesu. Wie Sie wissen,
ist unsere Gemeinschaft durch Mitglieder mit Behinderten besetzt und diese
sind Sozialmäßig nicht so stark im Finanziellen dasein. Das heißt unsere Mitglieder,
sind wirklich im Rahmen der Sozialhilfeebene nach dem BSHG angesiedelt.
Eine Änderung im Vereinsregister, ist uns also aus Finanziellen Gründen nicht möglich,
da eine solche Finanzielle Belastung momentan nicht möglich ist.
Wir bitten Sie daher um Verständnis, und wagen zu bitten,
ob eventuell die Ordensgemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu,
uns die Unkosten wie Notar, Gerichtskosten und dergleichen zahlen würde.
So wäre zu mindestens die Angelegenheit komplett vom Tisch.
Es handelt sich ja hier nicht um eine Darstellung,
wie der Verein Kolping oder sonst wie einer der etwa Weltverbreitung hat.
Wir regen daher an, auf dem Teppich zu bleiben,
denn unsere Gemeinschaft hat nicht die Absicht in Strukturen zu kommen,
die von Weltlichen Ruhmgehabe verschlungen werden könnte.
Unser Platz ist an der Seite unseres Herrn Jesus,
mit Ihm zu Wachen, Beten und zu Leiden für die Erlösung dieser Welt.
In dieser Erwartung frohlocken wir mit Ihm auf der Wolke wenn er kommt.
In Brüderlicher Verbundenheit                         (vgl.Mt. 26,64)
Grüßen wir Sie ganz Herzlichst.

Brief der Missionszentrale vom 15.11.2004

An Herrn Bruder in Chistus Jesus
Regionalverantwortlicher
Theodor Rath
Ammanstr. 7
90459 Nürnberg
                               Paderborn, den 15.11.2004
Betr.: Bischofsweihe am 2. Adventssonntag
Se.Exellenz Herr Bruder Theodor Rath!

Wir die ganz kleinen Brüder grüßen Sie ganz herzlichst aus Paderborn.
Wie sie eventuell wissen, haben wir in Paderborn zwei neue Weihbischöfe
durch unseren Heiligen Vater Papst Johannes Paul II ernannt bekommen.
Unter diesen neuen Weihbischöfen aus Paderborn war unser hochgeschätzter
Herr Generalvikar Manfred Grothe dabei. Diese Bischofsweihe ist nun am
2. Adventsonntag um 15:00 Uhr.

Wir, die ganz kleinen Brüder Jesu würden uns sehr freuen, wenn wir Sie
recht herzlich zu uns einladen dürfen, zu diesem großen Ereignis der
Bischofsweihe an unseren Ortsordinarius. Es würde unseren hochgeschätzten
Herrn Weihbischof Manfred Grothe, bestimmt eine Freude sein, wenn Sie mit
uns zur Bischofsweihe erscheinen würden. (vgl.Ps.133)
Wir würden alles erdenkliche tun um Sie in unseren Räumen,
eine Zeit der Ruhe und Heimat finden zu lassen.
Unser Charles de Foucauld Zimmer, steht Ihnen
sehr verehrter Bruder Theodor Rath,
daher zu Ihrer Nutzung bereit.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns die Ehre geben würden.

	In Brüderlicher Verbundenheit
	Grüßen wir Sie ganz Herzlichst.

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