Meditation zum Ende des Kirchenjahres

Auf den Wolken des Himmels! Wie komme ich auf die Wolken des Himmels herauf, wo doch alles wunderschön sein könnte! Welch schöne Ausicht könnte ich da geniesen! Aber hält mich denn die Wolke und falle ich wohlmöglichst durch die Wolke? Wohl hat es sowas schon irgendwie gegeben? Gewiss nur bei Grimms-Märchen auf dem Fliegenden Teppich, oder bei Alladins Wunderlampe bei Tausend und einer Nacht. Ach wie schön könnte man da träumen, von einem Leben, das ich mir ersehne. Meine Visionen könnten grenzenlos sein, oder bilde ich mir das Leben auf einer Wolke nur ein? Sind dies alles vielleicht nur Depressionen, die mich wohlmöglichst quälen? Was gäbe ich, wenn ich ein Leben auf der Wolke des Himmels haben könnte?  "Mein Leben," oder ist dies nur der Sturz aus den Wolken? Wer könnte wohl dafür sorgen, dass ich sowas erleben kann oder darf? Was ist überhaupt eine Wolke? Wer kann es mir erklären, auf der Wolke zu sein? 
(Ex 14,20) Die Wolke war da und Finsternis, und Blitze erhellten die Nacht. 
(Weish 2,4) Unser Name wird bald vergessen, niemand denkt mehr an unsere Taten. Unser Leben geht vorüber wie die Spur einer Wolke und löst sich auf wie ein Nebel, der von den Strahlen der Sonne verscheucht und von ihrer Wärme zu Boden gedrückt wird. 
Nein, wie kann ich meine Sehnsucht erfüllen? 
(Klgl 3,44) Du hast dich in Wolken gehüllt, kein Gebet kann sie durchstoßen. 
(Jes 45,8) Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen. Ich, der Herr, will es vollbringen.
Wer spricht da aus dem Dunkel meiner Zeit, lasse ich mich darauf ein?
Oho! (Joel 2,2) der Tag des Dunkels und der Finsternis, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, kommt ein Volk, groß und gewaltig, wie es vor ihm noch nie eines gab und nach ihm keines mehr geben wird bis zu den fernsten Geschlechtern.
Was ist gemeint erkenne ich es? 
(Dan 7,13) Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt.
Begreife ich wie ich den Hochbetagten?
Wer führt mich hin zu diesen Visionen des Hochbetagten?

(Jes 9,5) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Wer ist dieser von dem hier die Rede ist?
Kennst Du Ihn? 

(Matth.63-66) Wenn: Jesus aber schwieg. (Fragst Du)  Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?
Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Er hat Gott gelästert! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Jetzt habt ihr die Gotteslästerung selbst gehört.
Was ist eure Meinung? Sie antworteten: Er ist schuldig und muß sterben. "Sein Leben für Dein Leben," welch hoher Preis und dies alles aus Liebe!?
(1Thess.4,14-18) Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.
Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben.
Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen;
dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein.
Bist Du dabei?
Tröstet also einander mit diesen Worten!
(Offb.7,9-15) Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.
Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.
Bist Du bereit, Gott den Schöpfer anzubeten?

Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?
Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.
Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen.
Möchtest Du nun auf dieser Wolke sein, wenn er kommt?
(Mt 24,30)  Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen;  dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. 
Bist Du bereit?
(Ex 14,20) Die Wolke war da und Finsternis, und Blitze erhellten die Nacht. Da erschien plötzlich in der Wolke die Herrlichkeit des Herrn.  Der Herr sprach zu Mose: Ich werde zu dir in einer dichten Wolke kommen;
Hören wir dann die Stimme Gottes?
(Ps.95,7-9) Denn er ist unser Gott, / wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt. Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! /
«Verhärtet euer Herz nicht wie in MerÌba, wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.»

Bruder Hubertus Groppe